05.09.2010 Säntis 2.501m

Nach all dem schlechten Wetter der vergangenen Wochen endlich gute Nachrichten zum Wochenende: die vom AV Götzis geplante Zwei-Tagestour im Alpstein würde stattfinden. Früh morgens ging es über Weissbad (Appenzell) nach Wasserauen (868m), wo wir uns mithilfe der Luftseilbahn Ebenalp zur gleichnamigen Bergstation (1.590m) oberhalb der Höhlen des Wildkirchlis transportieren ließen. Von hier führte der Weg über Chlus (1.726m) zum Gipfel des Schäflers (1.924m), wo sich die Hütte neben dem Gipfel gleich als erste Rast anbot.
In südwestlicher Richtung dem gesicherten Steig folgend führte der Weg zum Lötzlisalpsattel (1.900m), durch die Vorder-Öhrligrueb und steiler werdend zur Hinter-Öhrligrueb und wiederum flacher durch das Rossegg mit seinen zahlreichen Kratern. Ab einer Höhe von etwa 2.300m hatten sich bis zu 20 Zentimeter Schnee niedergelegt und machten das Vorankommen im steiler werdenden Gelände beim Blau Schnee nicht einfacher, auch dichter werdender Nebel tat sein übriges - glücklicherweise war eine gut sichtbare Spur bereits vorhanden. Am Sattel (2.397m) zwischen Girenspitz (2.448m) im Norden und dem Säntis (2.501m) im Süden kam heftiger und kalter Wind auf und es waren noch einige Höhenmeter in einem gut versicherten Steig zu überwinden, bis wir uns überraschenderweise am Eingang eines Tunnels befanden. Ab durch den Tunnel und mehrere Stufen später befanden wir uns schon bald im warmen Innenteil der Bergstation und somit am Gipfel. Nach einer ausgiebigen Rast stiegen wir in südlicher Richtung zum Lisengrat ab, wo es wiederum perfekt versichert und stellenweise recht ausgesetzt - aber in größtenteils dichtem Nebel zur Rotsteinpasshütte (2.120m) ging. Hier klarte das Wetter das erste Mal auf und der Himmel zeigte einige blaue Flecken. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es über den gesicherten Steig zum Altmannsattel (2.334m) und über das Fleckli südlich des Sattels zur Zwinglipasshütte (1.999m) - wo wir die Nacht im super eingerichteten Winterraum verbracht haben.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es früh morgens bei perfektem Wetter zum Chreialpfirst (2.126m) und über diesen zum Roslen-/Saxerfirst, wo uns auf der Hochebene ein wunderschönes Panorama erwartete. Im Norden die Gipfel Freiheit (2.107m) und Hundstein (2.157m), im Süden der Mutschen (2.121m) und die schroffen Gipfel der Chrüzberge, die sich bis zur Saxer Lücke (1.649m) erstrecken. Auf der Nordseite des Plateaus ging es in recht steilem Abstieg zur Saxer Lücke, weiter nach Bollenwees (1.470m) - wo eine ausgiebige Rast am Fälensee folgte. In nördlicher Richtung folgten wir dem Wanderweg durch eine enge Schlucht zum Sämtisersee, dann durch das steile Brüeltobel nach Brülisau. Von hier mit Bus und Bahn zurück zum Ausgangspunkt.
Meinen Dank an dieser Stelle nochmals an Silke und Gerhard. Die Organisation war wie immer perfekt!